Was sind Chakren? Ein Leitfaden zu den sieben Energiezentren

Sie haben sicher bereits von Chakren gehört. Aber was genau sind Chakren, wo sind sie und wie helfen Sie Ihnen dabei, sich gut zu fühlen? 

Das Konzept der Chakren hat seinen Ursprung im alten Indien. Dort werden Chakren als rotierende „Energiewirbel“ innerhalb des Körpers beschrieben. In alten Texten wird ein „feinstofflicher Körper“ beschrieben – Ihr energetisches Selbst –, in dem die Lebenskraft (Prana) durch Kanäle (Nadis) fließt und sich an Knotenpunkten, den sogenannten Chakren, sammelt. In einigen Schriften ist von Zehntausenden Chakren die Rede, aber es gibt sieben Hauptchakren, die sich von der Basis der Wirbelsäule bis zum Scheitel erstrecken. 

 

Stellen Sie sich diese als Zentren vor, die Ihre Gefühle, Ihren Ausdrucksstil und Ihre zwischenmenschlichen Beziehungen prägen. Wenn sich Ihre Energie blockiert anfühlt, kann sich das in Ihrer Stimmung, Ihrem Selbstvertrauen oder Ihrem Wohlbefinden bemerkbar machen. Traditionelle Praktiken wie Yoga, Meditation und Atemübungen unterstützen ein Gefühl der Ausgeglichenheit. 

 

Eine kleine Anmerkung: Chakren sind wissenschaftlich nicht belegt. Betrachten Sie dies als Grundlage für Ihr persönliches Wohlbefinden – mit Neugier, Reflexion und Pragmatismus. 

Die unterschiedlichen Chakren 

1. Muladhara – Wurzelchakra 

Element: Erde 

 

Das Wurzelchakra befindet sich am unteren Ende der Wirbelsäule und wird mit dem Element Erde in Verbindung gebracht. Es ist verbunden mit Ihrem Gefühl der Sicherheit und mit Ihren Beziehungen. Es hilft Ihnen, sich geerdet zu fühlen und mit beiden Beinen auf dem Boden zu stehen.  

 

So lösen Sie Blockaden: Vielleicht hilft es Ihnen, mit Intention spazieren zu gehen, ebenso wie barfuß zu laufen und wieder eine Verbindung zur Natur herzustellen – das Gras oder den Sand zwischen den Zehen zu spüren. Schlaf ist ebenso eine effektive Möglichkeit, die Energie wieder zum Fließen zu bringen. 

 

2. Svadhisthana – Sakralchakra

Element: Wasser 

 

Svadhisthana bedeutet „Wohnstätte des Selbst“. Dieses Chakra befindet sich direkt unterhalb des Bauchnabels und steht in Verbindung mit Ihrer Sinnlichkeit, Kreativität und Verspieltheit. Es hängt mit Freude und Zufriedenheit zusammen, und wenn es gedeiht, können Sie davon ausgehen, dass Ihre Beziehungen – insbesondere die romantischen – gut laufen.  

 

So lösen Sie Blockaden: Da dieses Chakra mit Wasser verbunden ist, können Sie es am besten wieder in Schwung bringen, wenn Sie sich ins Wasser begeben – beim Schwimmen, bei einem entspannenden Bad oder durch einen Ausflug ans Meer.  

 

3. Manipura – Nabelchakra

Element: Feuer 

 

Das Nabel- oder Solarplexus-Chakra steht in Verbindung mit Ihrem Selbstbewusstsein sowie Ihrer Verdauung und Ihrem Stoffwechsel. Wenn dieses Chakra optimal funktioniert, strahlen Sie Selbstvertrauen aus und fühlen sich motiviert und selbstbestimmt. 

 

So lösen Sie Blockaden: Manchmal benötigen wir einfach eine Erinnerung daran, wie stark wir sind und sein können. Wiederholen Sie ein Mantra wie „Ich bin stark“ oder „Ich habe Kraft“ laut vor dem Spiegel oder im Stillen im Laufe des Tages. Das kann Ihnen helfen, Ihr Selbstvertrauen langsam, aber sicher zurückzugewinnen. 

 

4. Anahata – Herzchakra

Element: Luft 

 

Das Herzchakra ist das vierte Hauptchakra. Seine zentrale Bestimmung ist die Liebe – sowohl zu uns selbst als auch zu anderen. Es beeinflusst direkt unsere Fähigkeit zu Mitgefühl, Empathie und Vergebung und ist eine potenzielle Quelle großer Freude. 

 

So lösen Sie Blockaden: Die Metta-Meditation, auch als Meditation der liebenden Freundlichkeit bekannt, ist eine wunderbare Möglichkeit, sich selbst etwas Liebe zu schenken. 

 

5. Vishuddha – Halschakra

Element: Äther 

 

Trotz seines Namens steht dieses Chakra nicht nur mit dem Hals in Verbindung, sondern auch mit dem Mund, den Lippen, den Wangen und dem Kiefer sowie dem Nacken und den Schultern. Es bestimmt Ihre Ehrlichkeit, Ihre Kommunikationsfähigkeit sowie Ihre Fähigkeit, Ihre Meinung zu sagen und zuzuhören.  

 

So lösen Sie Blockaden: Versuchen Sie es doch einmal mit freiem Schreiben. Dabei setzen Sie einfach den Stift aufs Papier und schreiben, ohne groß nachzudenken – eine tolle Methode, um den Kopf frei zu bekommen und alles einfach fließen zu lassen. 

 

6. Ajna – Drittes-Auge-Chakra

Element: Erde, Luft, Feuer, Wasser und Äther 

 

Das Ajna-Chakra sitzt zwischen Ihren Augen und steht in enger Verbindung mit Ihrer Kreativität, Ihrer Weisheit und Ihrer Intuition. Es steht auch in Zusammenhang mit der Gesundheit des Gehirns, der Zirbeldrüse und dem Sehvermögen.  

 

So lösen Sie Blockaden: Versuchen Sie, dieses Chakra mit der Kraft der Sonne aufzuladen und zu öffnen. Nehmen Sie sich Zeit, den Sonnenaufgang oder -untergang zu beobachten, denn das kann Ihrer Energie und Ihrer positiven Einstellung einen Schub geben.  

 

7. Sahasrara – Kronenchakra

Element: Kosmische Energie 

 

Das Kronenchakra befindet sich am Scheitelpunkt Ihres Kopfes und steht für Ihr Bewusstsein und Ihre Fähigkeit, eine Verbindung zum Spirituellen herzustellen. Ihr Sahasrara repräsentiert auf spirituelle Weise Ihre Verbindung nach außen, zu anderen und zum Universum, allerdings auch nach innen, zu Ihnen selbst.  

 

So lösen Sie Blockaden:  

Nehmen Sie sich täglich 5 Minuten Zeit für Stille, zum Beispiel für ruhiges Atmen oder Achtsamkeit. Üben Sie sich darin, loszulassen, woran Sie festhalten, und finden Sie durch eine Verbindung zur Natur, durch Dankbarkeit und Hilfsbereitschaft wieder zu sich selbst.  

  

Meditation und Yoga für Ihre Chakren 

Ob Sie sich unausgeglichen fühlen oder dringend ein wenig Energie brauchen – Meditation und Yoga sind wunderbare Helfer für Ihr Wohlbefinden, die Ihre Chakren wieder in Einklang bringen. Weiter unten finden Sie eine Reihe von Yogavideos mit Deborah Quibell und Erica Jago, die genau dabei helfen. Haben Sie gerade keine Lust auf Ihre Yogamatte? Dann hören Sie sich unsere Chakra-Meditation an.  

 

Um dem Video Untertitel in Ihrer Sprache hinzuzufügen, befolgen Sie bitte diese Anweisung. Klicken Sie auf „Play“, um das Video unten abzuspielen. Tippen Sie auf das Symbol für die Einstellungen (das Zahnrad). Klicken Sie auf „Subtitles/CC“, dann „Auto-Translate“, wählen Sie Ihre Sprache aus und genießen Sie das Video.

 

 

Weitere Workouts finden Sie in unserer Zusammenstellung digitaler Yoga- und Pilateskurse. Wenn Sie noch weitere Meditationen ausprobieren möchten, finden Sie all unsere Meditationsaufzeichnungen hier